Notfallmedizin und Intensivmedizin - www.kleintierzentrum-harsefeld.de

Notfall- und Intensivmedizin

Viele unserer Patienten werden als Notfall vorgestellt. Hauptursachen sind Traumata, akute internistische Erkrankungen oder auch die Verschlechterung von chronischen Erkrankungen.

Die Notfallmedizin umfasst mehrere Disziplinen (Internistik, Chirurgie, Neurologie, Anästhesiologie, Kardiologie, Geburtshilfe). Ihr Ziel ist es, den Patienten zunächst zu stabilisieren, um anschließend entsprechend der Diagnose von Ausmaß und Ursache der bestehenden Erkrankung eine geeignete Therapie einzuleiten.

Häufig sind mehrere Organsysteme betroffen und nicht immer sind die schwerwiegendsten Probleme offensichtlich. Vor allem bei älteren Patienten liegen häufig noch nicht erkannte Grunderkrankungen wie z. B. eine Herzinsuffizienz oder eine beeinträchtigte Nierenfunktion vor, welche die weitere Behandlung sowie die Prognose beeinflussen. Zum Beispiel besteht bei jedem Traumapatienten die Gefahr schwerer Lungenverletzungen, die unter Umständen anfangs klinisch noch nicht in Erscheinung treten, jedoch rasch lebensbedrohlich werden können. Starkes Erbrechen kann schwere Entgleisungen von Blutgasen und Elektrolyten nach sich ziehen. Gelähmte Patienten sind mitunter nicht in der Lage Harn abzusetzen, was  Nierenschädigungen verursachen kann.

Anders als bei Patienten, die uns planmäßig in der regulären Sprechstunde vorgestellt werden, müssen bei Notfällen oft mehrere Untersuchungen zeitgleich durchgeführt werden, um sich rasch ein umfassendes Bild zu verschaffen. Wir können in der Praxis ohne Zeitverlust alle wichtigen Untersuchungen durchführen. Entsprechend der jeweiligen Situation wählen wir dabei diejenigen Verfahren aus, welche am schnellsten und sichersten wichtige Antworten für das betroffene Tier liefern, ohne es unnötig zu belasten. Dazu gehören auch spezielle Laboruntersuchungen (z.B. Blutgasanalyse, Messung der Blutgerinnung), digitales Röntgen, Ultraschalluntersuchungen oder Computertomografie.

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In einigen Fällen kann es notwendig sein (z.B. bei Patienten mit Blutarmut), eine Bluttransfusion durchzuführen, bevor die eigentliche Ursache festgestellt werden kann.  Für das geschwächte Tier könnte sonst unter Umständen auch die geringe Belastung der weiteren Diagnostik lebensgefährlich werden. Auch ein mit Atemnot vorgestellter Patient, muss häufig zunächst im Sauerstoffkäfig zur Ruhe kommen, gegebenenfalls wird freie Flüssigkeit im Brustkorb abgesaugt.

Als Tierhalter werden Sie in allen Fällen vorab über die notwendigen Maßnahmen, die möglichen Folgen sowie die zu erwartenden Kosten informiert.

Lebensbedrohliche Notfälle werden bei uns auch ohne Termin unverzüglich behandelt. Im Interesse Ihres Tieres sollten Sie oder Ihr überweisender Tierarzt uns vorher telefonisch informieren. So haben wir die Möglichkeit, bereits Vorbereitungen zu treffen und gewährleisten damit einen schnelleren Behandlungsbeginn.