Innere Medizin

Die Innere Medizin (Internistik) befasst sich mit Erkrankungen der inneren Organe.

Dazu gehören Störungen des Verdauungstraktes, des Harnapparates, des Atmungssystems, Erkrankungen des Blutes und der Blutbildung, hormonelle Erkrankungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und Fehlfunktionen des Immunsystems. Tumorerkrankungen werden durch die Onkologie abgedeckt und können alle Organsysteme betreffen. Im weiteren Sinne gehören zur Inneren Medizin auch Erkankungen der Haut und des Nervensystems. Gerade letztere überschneiden sich teilweise mit der Chirurgie.

Häufig sind Symptome unspezifisch. Beispielsweise liegt die Ursache für Erbrechen nicht immer im Verdauungstrakt und gesteigerter Harnabsatz hat in vielen Fällen nichts mit einer Nierenerkankung zu tun. Zudem können Störungen eines Organsystems negative Folgen für andere Organe nach sich ziehen.

Aus diesem Grunde sind meist umfassende diagnostische Maßnahmen notwendig, um die Ursache einer Erkrankung einzugrenzen. Einer der wichtigsten aber häufig unterschätzen Punkte ist ein ausführliches Gespräch über die Krankheitsgeschichte (Anamnese), die Symptome und die bislang erfolgte Therapie. Darüber hinaus schließt die Untersuchung verschiedene labordiagnostische und bildgebende Verfahren ein, mitunter muss aber auch mithilfe einer chirurgischen Probenentnahme eine Diagnose gesichert werden.

Grundsätzlich beginnt der Weg der Diagnostik mit den einfachen, preiswerten und möglichst wenig invasiven Schritten. Meist erschließt sich schon im Gespräch, ob umfassende Untersuchungen notwendig sein werden.

Die meisten Laborparameter können wir in unserem eigenen Labor  bestimmen. Gerade bei chronischen Erkrankungen sind jedoch sehr spezielle Werte von Interesse, die in externe Labore geschickt werden müssen. Häufig erhalten wir die Ergebnisse binnen 48 Stunden, bei einigen Werten kann dies aber auch 2-3 Wochen dauern. Viele Untersuchungsmethoden sind Ihnen aus der Humanmedizin bekannt, jedoch sind die Verfahren nicht immer 1:1 zu übertragen.

Einige Erkrankungen sind nicht heilbar, sie bedürfen einer lebenslangen Therapie, die regelmäßig dem Krankheitsverlauf angepasst werden muss. In welchen Abständen ein Patient zur Kontrolluntersuchung vorgestellt werden sollte und welche Untersuchungen notwendig sind, besprechen wir selbstverständlich vorab. Überwiesene Patienten können langfristig weiterhin durch den Haustierarzt betreut werden.

Viele auch in der Humanmedizin eingesetzte Medikamente werden von Tieren in der beim Menschen eingesetzten Dosierung nicht vertragen. Manche frei verkäuflichen Medikamente sind für Tiere sogar tödlich (z. B. Paracetamol,  Ibuprofen). Daher bitten wir Sie dringend, von Selbstmedikationen abzusehen und im Zweifelsfall vorher nachzufragen.

Die Internistik umfasst folgende Teilgebiete:

  • Pneumologie (Lunge)
  • Kardiologie (Herz)
  • Gastroenterologie (Magen, Darm)
  • Nephrologie (Niere und ableitende Harnwege)
  • Immunologie (Immunsystem)
  • Hämatologie (Blut)
  • Endokrinologie (Hormone)
  • Toxikologie (Vergiftungen)
  • Onkologie (Tumoren)

Untersuchungsmethoden der Inneren Medizin sind:

  • Ultraschalluntersuchung: (B-Mode, M-Mode, CFM-Mode, Dopplerverfahren)
  • Blutdruckuntersuchungen
  • Endoskopische Untersuchungen (Atemwege, Magen-Darm)
  • Unterschiedliche Laboruntersuchungen
  • Knochenmarksuntersuchungen
  • Radiologische Untersuchungen (Röntgen, Durchleuchtung, CT)