Ultraschall - Sonographie am Haustier im Kleintierzentrum in Harsefeld - Dr. Mischke und Dr. Wenzel

Bildgebende Diagnostik

Unter bildgebender Verfahren versteht man die Gesamtheit von verschiedenen apparativen Verfahren, mit denen in der Medizin Befunde (normal-physiologisch, krankhaft-pathologisch) erhoben werden. Sie beruhen auf unterschiedlichen physikalischen und chemischen Phänomen, mit deren Hilfe physiologische und pathologische Gewebe visualisiert werden.

Radiologie (digitales Röntgen)

Digitales Röntgen beim Hund im Kleintierzentrum in Harsefeld - Dr. Mischke und Dr. Wenzel

Die Radiologie beruht darauf, dass ein zu untersuchender Bereich eines Patienten (z.B. Kopf, Brust, Bauch, Skelett) mit Röntgenstrahlung durchstrahlt. wird. Auf einer unter dem zu untersuchenden Bereich des Patienten befindlichen Röntgenplatte wird diese Strahlung registriert und in ein Bild umgewandelt. Das Bild zeigt die im Strahlengang liegenden Gewebe in der entsprechenden Projektion. Da Gewebe unterschiedliche Dichten aufweisen und damit auch unterschiedliche Intensitäten an Strahlung absorbieren, entsteht ein differenziertes Bild.

Digitales Röntgen - www.kleintierzentrum-harsefeld.deBeim digitalen Röntgen ist das Bild auf einem Computerbildschim sofort abrufbar und kann am PC nachbearbeitet werden. Das hat den Vorteil, dass kleinere Unzulänglichkeiten, z.B. in der Belichtung, korrigiert werden können, ohne dass ein neues Bild erstellt werden muss. Generell werden so genannte Nativverfahren (ohne Kontrastmittel) und Kontrastmittelverfahren zur Darstellung von z.B. Gefäßen (Angiographie), ableitenden Harngefäßen (Urographie, Zystographie) oder auch Magen- und Darmkontrastpassagen verwendet.

Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Ultraschall - Sonographie - www.kleintierzentrum-harsefeld.deBei der Sonographie werden Ultraschallwellen zur Bildgebung verwendet, um Gewebe auf krankhafte Veränderungen zu untersuchen. Die von einer Sonde ausgehenden Ultraschallwellen treffen auf verschiedene Gewebe und werden an den so genannten Grenzflächen mit unterschiedlicher Intensität reflektiert. Die Stärke der Reflexionen wird wiederum vom Schallkopf unterschiedlich aufgenommen und in Graustufen oder farbig auf einem Monitor dargestellt. Dabei entstehen je nach Verfahren B-Mode-, 2 D-Mode- oder TM- Mode-Bilder.

Zusätzlich werden unterschiedliche Dopplerverfahren angewendet, um Blutstromgeschwindigkeiten darzustellen und zu messen.

Der TM Mode (Time motion) wird häufig in der Kardiologie eingesetzt, um sich bewegende Strukturen (Herzmuskel, Herzklappen) darzustellen.

Farbdopplermessung werden zur Darstellung flächiger Blutflüsse verwendet. Dabei ist Rot die Farbe zum Sondenkopf hin und Blau vom Sondenkopf weg. Bei hohen Blutflussgeschwindigkeiten kommt es dann zu einer Vermischung der Farben und zu einem bunten Mosaikbild.
PW (pulsed wave) und CW (continues wave) Dopplermessungen werden, genutzt um Geschwindigkeiten der Blutflüsse direkt zu messen.

Endoskopie

Die Endoskopie ist eine minimalinvasive Methode, um Organsysteme wie den Magen-Darm-Trakt, die Nase  oder die Atemwege von innen zu betrachten und Proben zu entnehmen.
Abgesehen vom allgemeinen Narkoserisiko ist die Endoskopie komplikationsarm. Anders als der Mensch werden Tiere nicht stillhalten, daher ist grundsätzlich eine Narkose notwendig.

Die visuelle Darstellung ermöglicht eine sehr gezielte Probennahme.

Eine Limitation der Endoskopie stellt jedoch die Reichweite dar. Liegen die zu erwartenden Veränderungen zum Beispiel zu weit im Darm als dass sie durch eine Coloskopie (Dickdarmspiegelung) oder Gastro- und Duodenoskopie (Spiegelung von Magen und Zwölffingerdarm) erreicht werden könnten, müssen Proben chirurgisch entnommen werden. Vor allem bei der Endoskopie des Verdauungsapparates gilt, dass Proben nur von der innersten Schicht des Magens oder des Darmes genommen werden können. Liegen die Veränderungen in tieferen Schichten, muss unter Umständen eine sogenannte perforierende Biopsie durch einen Chirurgen genommen werden. Hier gilt wieder der Grundsatz, dass immer möglichst schonende Verfahren den invasiveren Verfahren vorangestellt werden sollten. Ist also die Wahrscheinlichkeit hoch, eine ausreichende Probe per Endoskopie zu gewinnen, raten wir zunächst zu diesem Verfahren. Wir weisen jedoch darauf hin, dass unter Umständen eine chirurgische Biopsie notwendig werden  kann. Ist schon im Vorfeld abzusehen, dass die Endoskopie kein belastbares Ergebnis liefern wird, überspringen wir diesen Schritt.

Bei der Coloskopie ist eine ausreichende Vorbereitung des Patienten notwendig. Der Dickdarm sollte möglichst leer sein. Daher sollte der Patient ausreichend lange nüchtern gehalten werden und ein Abführmittel erhalten. Je besser der Patient vorbereitet ist, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse und umso schneller ist die Untersuchung abgeschlossen. Auch die Narkosedauer kann dadurch reduziert werden. Ausnahmen bilden nur sehr kleine und sehr junge Patienten, denen eine lange Phase des Fastens nicht zugemutet werden kann.

Bestimmte Medikamente wie Antibiotika und Glukokortikoide (Cortison) können die Befunde beeinflussen. Im Idealfall sollten sie eine ausreichend lange Zeit vorher abgesetzt worden sein. Mitunter ist dies nicht möglich. Gerade in solchen Fällen ist es aber entscheidend, dass Sie uns über eventuelle Medikamentengaben informieren, da diese bei der Interpretation der Ergebnisse zu  berücksichtigen sind.

Computertomografie (CT)

Computertomografie CT im Kleintierzentrum in Harsefeld - Dr. Mischke und Dr. Wenzel

Die Computertomographie ist ein bildgebendes Untersuchungsverfahren. Das zu untersuchende Areal wird dabei in dünnen Schichten dargestellt. Wie auch bei einem Röntgenbild stellen sich verschiedene Gewebe in unterschiedlichen Graustufen dar: Knochen sind weiß, Luft ist schwarz, Weichteilgewebe und Blut in Abhängigkeit von der Röntgendichte hell- bis dunkelgrau.

Die CT-Technik ermöglicht eine differenziertere Darstellung von Veränderungen, als dies mit herkömmlichen Röntgenbildern möglich wäre. Überlagerungen schlecht darstellbarer kleiner Strukturen werden vermieden und auch ein Blick in von Knochen umgebene Organe (Schädel, Mittelohr, Wirbelsäule) ist möglich.

Da die Röntgendichte von gesundem oder erkranktem Gewebe sich nicht immer deutlich unterscheidet, ist häufig der Einsatz von Kontrastmittel notwendig. Kontrastmittel wird auch eingesetzt, um Missbildungen von Gefäßen oder den harnableitenden Wegen darzustellen.

Bei orthopädischen Fragestellungen oder auch der Suche nach Metastasen bei Tumorpatienten können im Vergleich zum Röntgen auch kleinere Veränderungen dargestellt werden. Oft wird erst im Rahmen dieser Untersuchung das ganze Ausmaß einer Erkrankung ersichtlich.

Gerade auch bei der präoperativen Untersuchung von Tumorpatienten kann die Computertomographie gute Dienste zur Planung der OP leisten. Oft klärt gerade erst die CT, ob ein Tumor überhaupt entfernt werden kann oder ob man dem Patienten die Strapazen einer Operation besser erspart, wenn eine OP nicht erfolgreich sein würde.

Die Computertomographie wird grundsätzlich in Narkose durchgeführt. Bei der Verwendung von Kontrastmittel muss immer erst eine Blutuntersuchung durchgeführt werden und die Tiere sollten vor, während und nach der Untersuchung eine Infusion erhalten.